Der Schiedsspruch zur Hilfstaxe hat die Zytostatika-herstellenden Apotheken in der Republik erschüttert. In Bayern haben sich nun einige von ihnen zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengetan und eine Resolution verabschiedet. Dabei verstehen sich die Apotheker ausdrücklich nicht als Konkurrenz zu dem Verbänden DAV und VZA, sondern als Unterstützer.
Was haben ausgebeutete Paketdienstfahrer und frustrierte Apotheker gemeinsam? Sie sind beide das Ergebnis einer verfehlten Wirtschaftspolitik, die sich immer wieder von Größe und Zentralisierung blenden und die langfristigen Konsequenzen ihres Tuns außer Acht lässt. Apotheker Dr. Franz Stadler aus Erding kommt bei seiner Analyse des Honorargutachtens zu dem Schluss: „Die Apotheken sind für 100 Prozent der Bevölkerung und nicht für 39 Prozent der Packungen da!“. Ein Gastkommentar.
Kurz vor Weihnachten 2017 wurde das sogenannte Honorargutachten veröffentlicht, das zuvor im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums erstellt worden war. Überwiegend auf Grundlage einer Online-Befragung und statistischer Daten wurde in diesem Gutachten der Versuch unternommen, die Arzneimittelpreisverordnung grundsätzlich neu zu gestalten. Wie kläglich dieses Gutachten jedoch gescheitert ist, zeigt Apotheker Dr. Franz Stadler aus Erding am Beispiel der parenteralen Rezepturen. | Von Franz Stadler
Berlin – Die Apotheker fühlen sich gegenüber den Krankenkassen massiv benachteiligt und klagen gegen den Schiedsspruch zur Hilfstaxe. Doch aus der Sicht betroffener Zyto-Apotheker schneiden sich die Kassen mit dem neuen Rabattsystem sogar teilweise selbst ins Fleisch: Wenn die Apotheken die Herstellung für sie defizitärer Sterilrezepturen nicht mehr übernehmen, müssten die Kassen wieder Fertigarzneimittel bezahlen.
Berlin – Seit Donnerstag vergangener Woche ist der Schiedsspruch zur Hilfstaxe bekannt. Erwartungsgemäß wurden die Rabatte zu Gunsten der Krankenkassen deutlich erhöht. Aber es gab auch einige Ergebnisse, die weniger erwartbar waren und die erneut ein weitverbreitetes Problem offenbarten: Es verhandeln und entscheiden die falschen Leute, meint Apotheker Dr. Franz Stadler in einem Gastkommentar.
Berlin – „Ermittlung der Erforderlichkeit und des Ausmaßes von Änderungen der in der Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV) geregelten Preise“: So lautet der etwas sperrige Titel des kurz vor Weihnachten veröffentlichten Gutachtens, das im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums erstellt wurde. Doch nicht nur der Titel ist sperrig, auch der Inhalt kann nur als schwer verdaulich bezeichnet werden. Neben vielen handwerklichen Fehlern, die aufzuzählen den Rahmen sprengen würde, konsterniert besonders ein grundlegender Denkfehler. Ein Gastkommentar von Dr. Franz Stadler, einem erschütterten Apotheker.
Zytostatikaherstellende Apotheken stehen zurzeit in der Kritik. Von einem Einzelfall wie in Bottrop wird oft auf die gesamte Branche geschlossen. Niemand will kriminelles Verhalten von Kollegen verteidigen. Aber deshalb zu fordern, die gesamte Versorgung wieder in die Krankenhäuser zu verlegen, geht eindeutig in die falsche Richtung. Das meint Dr. Franz Stadler, Apotheker aus Erding, in einem Gastbeitrag für DAZ.online.
Berlin – Als Reaktion auf den Skandal in Bottrop werden Zyto-Apotheken in Nordrhein-Westfalen (NRW) jetzt stärker kontrolliert. Als politische Reaktion verständlich, in der Sache aber unsinnig, kritisiert Zyto-Apotheker Dr. Franz Stadler aus dem bayerischen Erding. Denn die Aufsichtsbehörden hätten schon heute alle Möglichkeiten, genauer hinzusehen. Und sie hätten das auch im Fall Bottrop gehabt, kritisiert Stadler. Aus seiner Sicht wäre es besser, die Anreize für möglichen Betrug durch eine Honorarreform zu minimieren.
Ein Vorschlag für neue Wege in der Honorierung der Arzneimittelabgabe
Wie sollen die Apotheken in Zukunft für ihre Arbeit bezahlt werden? Diese Frage wird den Berufsstand in den kommenden Monaten intensiv beschäftigen – dafür wird nicht zuletzt das im Herbst erwartete Gutachten des Bundeswirtschaftsministeriums sorgen, das die heutige Vergütungssystematik untersucht. Der Apotheker Franz Stadler hat bereits Anfang Juni zur Vergütung der Zytostatika-Herstellung in der Apotheke ein Kommissions-Modell vorgeschlagen. Könnte dieser Vorschlag auch für andere zulasten der gesetzlichen Kranken¬kasse abgegebenen Arzneimittel funktionieren? | Von Franz Stadler
Berlin – Im Juni erhielt Sandoz, die Generika-Tochter von Novartis, für ihr Biosimilar Rixathon (Rituximab) in der EU die Zulassung. Das Arzneimittel kann zur Behandlung von Patienten mit bestimmten Formen von Blutkrebs und immunologischen Erkrankungen eingesetzt werden. Rixathon wurde für alle Indikationen zugelassen wie auch das Referenzmittel MabThera/Rituxan von Roche. Im dazugehörigen Stabilitätsdatenblatt hat Sandoz zunächst jedoch eine längere Haltbarkeit angegeben als in den rechtlich verbindlichen Fachinformationen – und damit für Unsicherheit in Apotheken gesorgt. Inzwischen zog Sandoz das Stabilitätsdatenblatt wieder zurück.
Hinweis zu Cookies
Wir möchten Ihnen den bestmöglichen Service bieten. Dazu speichern wir Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies.
Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.