Zum Jahresende sorgte erneut ein Zyto-Skandal für Schlagzeilen. Es geht um Korruptionsvorwürfe. Im Mittelpunkt: die Hamburger alanta Group, zu der unter anderem ZytoService und die SKH Stadtteilklinik Hamburg mit ihren MVZ gehören. Die in der Arbeitsgemeinschaft parenterale Zubereitungen (ARGE PareZu) verbundenen Apotheker fordern nun, überregionale MVZ-Strukturen zu verbieten, und verlangen ein klares Bekenntnis zu regionalen Versorgungsstrukturen.
Vor einem Jahr haben der Deutsche Apothekerverband (DAV) und der GKV-Spitzenverband ihren Streit um die Preise für parenterale Zyto-Zubereitungen mit einem Vergleich beendet. Seitdem fürchten Zyto-Apotheker, dass es dennoch zu schmerzhaften rückwirkenden Preissenkungen kommen wird. Die in der ARGE PareZu zusammengeschlossenen Pharmazeuten fordern nun DAV und GKV-Spitzenverband auf, den bestehenden „vertraglichen Blindflug“ zu beenden.
Peter Altmaier ist ein Wirtschaftsminister alten Schlages. Er versteht sich als Lobbyist der deutschen Wirtschaft und gelegentlich seiner selbst. So gibt es schon mal Schlagzeilen wie am Wochenende „Die Saarland-Connection“. Jens Spahn dagegen gibt sich gerne als Macher. Die Süddeutsche Zeitung nannte ihn jüngst den Blitz-Heiler des deutschen Gesundheitssystems. Das kann man so sehen. Aber das grundlegende Problem ist, dass diese Regierung, wie viele davor, keine ernsthafte Gesundheitspolitik betreibt, sondern immer nur dem Primat/Diktat der Wirtschaftspolitik folgt, meint Dr. Franz Stadler.
Seit Jahren jagt ein Gesetz das nächste. GSAV, Apothekenstärkungsgesetz, aber auch Impfpflicht gegen Masern, Bekämpfung des Pflegenotstandes und elektronische Gesundheitskarte – besonders unser jetziger Gesundheitsminister, Jens Spahn, verkündet mit enormer Geschwindigkeit eine Initiative nach der anderen. Trotzdem haben viele Bürger das Gefühl, um unser Gesundheitssystem steht es schlecht und die Versorgungsqualität verbessert sich nicht. Warum ist das so? Dr. Franz Stadler versucht, eine Antwort zu finden.
Es gibt durchaus gesundes Gewinnstreben – doch in manchen Fällen kann es einseitig werden und zulasten von Patienten gehen. Bei den Haltbarkeitsangaben applikationsfertiger parenteraler Zubereitungen in den Fachinformationen ist es längst an der Zeit, dass der Gesetzgeber im Patienteninteresse ungesunder (Pharma-)Industriepolitik einen Riegel vorschiebt – auch oder gerade, wenn dadurch Gewinne schrumpfen würden, meint Dr. Franz Stadler in einem Gastkommentar für DAZ.online.
Das GSAV (Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung) ist durch den Bundestag. Unsere Standesvertretung hofft, dass das VOASG-Gesetz (Vor-Ort-Apotheken-Stärkungsgesetz) noch rechtzeitig vor dem Zusammenbruch der Regierungskoalition verabschiedet wird, wobei noch unklar ist, was drinstehen wird. Ausländische Versandapotheken und Importeure jubeln. Und ach ja, Securpharm und ein BGH-Urteil waren auch noch. Wurde irgendetwas besser? Gibt es mehr Arzneimittelsicherheit? Fragen, die sich Dr. Franz Stadler stellt. Sein ernüchterndes Fazit lautet: Geht es eigentlich noch?
Berlin – Die CSU und die Apotheker – das ist derzeit kein ganz einfaches Verhältnis. Die Partei würde gern weiter für das Rx-Versandverbot kämpfen, beklagt aber mangelnde Unterstützung der Standesvertreter. Das wird auch an der Basis diskutiert: Am vergangenen Freitag saßen rund 20 Apothekerinnen und Apotheker im bayerischen Freising mit dem CSU-Bundestagsabgeordneten Erich Irlstorfer zusammen um über die aktuelle Lage zu diskutieren.
Wie arbeiten eigentlich Apotheken vor Ort, die über einen Reinraum verfügen? Das wollte sich der Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit und Pflege des Bayerischen Landtages, Bernhard Seidenath (CSU), einmal genauer anschauen – und besuchte Dr. Franz Stadler in der Sempt-Apotheke in Erding. Gesprochen wurde auch über aktuelle politische Fragen.
Berlin – Die Digitalisierung des Gesundheitswesens schreitet voran. Es gibt jede Menge neuer Abkürzungen, die fast alle ein „e“ vorangestellt haben: ePA für elektronische Patientenakte, eMP für elektronischen Medikationsplan bis hin zum eRezept, dem elektronischen Rezept. Ginge es nach Jens Spahn müsste möglichst alles digitalisiert werden, möglichst schnell und natürlich alles im Interesse des Patienten. Wer aber sind die wirklichen Gewinner dieser Digitalisierung? Apotheker Dr. Franz Stadler hat Zweifel an dieser angeblichen Modernisierung.
Hinweis zu Cookies
Wir möchten Ihnen den bestmöglichen Service bieten. Dazu speichern wir Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies.
Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.